2010

Dem demographischen Wandel

aktiv begegnen.

Welche Auswirkungen und Handelsfelder beinhaltet die demographische Entwicklung allgemein und im Speziellen in Niedersachsen? Mit diesem wichtigen Thema setzten sich die Teilnehmer des Forums „Zukunft Wirtschaftsraum“ am 1. September 2010 auseinander. Bei dem Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertag in Celle referierten und diskutierten Fachleute aus Politik und Wirtschaft über die Hintergründe und die Anforderungen an den Altersstrukturwandel von Arbeitnehmern ihres Bundeslandes.

Von dem ansteigenden Durchschnittsalter der Beschäftigten bei gleichzeitig sinkender Anzahl der Nachwuchskräfte sind alle Bereiche der Erwerbstätigkeit betroffen. Um den Wirtschaftsraum Niedersachsen auch zukünftig erfolgreich zu gestalten, benötigen hier öffentliche wie private Dienstleistungen die richtigen Anpassungsstrategien. Insbesondere Unternehmen müssen bereits heute die richtigen Konsequenzen aus dem Altersstrukturwandel ziehen, um durch qualifizierte Mitarbeiter langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Günter Jans, Geschäftsleitung PERSO PLANKONTOR, forderte in seinem Beitrag zum gezielten Umdenken auf: „Die Abschaffung einer gesetzlichen Altersgrenze zur Berufstätigkeit stellt keine nachhaltige Lösung dar, wenn es um den Wandel in der demographischen Entwicklung geht. Vielmehr sollten wir das Potential älterer und jüngerer Arbeitnehmer besser nutzen. Zum Beispiel durch flexible Arbeitszeitmodelle, die die Bedürfnisse und Ansprüche älterer Arbeitnehmer mit denen von Unternehmen gewinnbringend vereinen.

Oder durch gezielte Mitarbeiterförderung und Jobperspektiven, die insbesondere junge Nachwuchskräfte für die Wachstumsbereiche Ingenieurwesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik für den Wirtschaftsraum Niedersachsen qualifizieren und begeistern. Um diese Mitarbeiter zukünftig an die Region zu binden müssen auch die Unternehmen ihre eigene Attraktivität erhöhen und mehr als reine Stellenangebote bieten. Mit neuen Anreizen für ihre Beschäftigten, wie individuellen Förderprogrammen, werden sie ihre eigenen Entwicklungschancen erfolgreich sichern.“

So lautete auch der abschließende Tenor des Forums „Zukunft Wirtschaftsraum“: Der Wettbewerb der Regionen um die Standortgunst und die Entwicklungschancen beginnt schon heute. – Mit kreativen Lösungen für ältere Arbeitnehmer, der gezielten Qualifizierung sowie frühzeitigeren Beschäftigung von jungen Arbeitnehmern und der kontinuierlichen Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft werden wir die Zukunft positiv gestalten.

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